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Задание 3 № 97

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Warum hat Tim mit seinem Theologie-Studium aufgehört? – Weil er ...

 

1) als Auktionator arbeiten wollte.

2) kein Geld fürs Studium hatte.

3) kein Interesse mehr am Studium hatte.

Пояснение.

Расшифровка записи
„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“
Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.
jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?
Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“
jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?
Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.
jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?
Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.
jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?
Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.
jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?
Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.
jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?
Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.
jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?
Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

Tim: Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte.