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Задание 3 № 94

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Was bedeutet das Motto “Ganz nah dran”?

 

1) Die Jugendlichen arbeiten mit den Künstlern eng zusammen.

2) Die Tätigkeit der Freiwilligen ist in erster Linie praxisorientiert.

3) Die durchgeführten Projekte sind jedem Freiwilligen sehr nah.

Пояснение.

Расшифровка записи
Von Amtsstube bis Zirkus


Schekker spricht mit Jens Maedler, Bundestutor für das Freiwillige Soziale Jahr Kultur.

Schekker: Haben sie sich selber im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) engagiert?
Jens Maedler: Leider nein. Rückblickend bedauere ich, dass es das FSJ Kultur damals noch nicht gab, denn hier hat man die Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren und beruflich zu orientieren.
Schekker: Da sind wir bereits mitten im Thema. Welche Möglichkeiten bietet den Jugendlichen das FSJ im Bereich Kultur?
Maedler: Die Freiwilligen im Bereich Kultur sind in einem Berufsfeld tätig, das sehr wenigen Regelungen unterliegt und viel Gestaltungsfreiraum lässt. Sie können ihre eigene Kreativität einbringen und sich durch Engagement selbst verwirklichen. Allerdings müssen sie sich auch darüber klar werden, dass ihre Tätigkeit sehr viel Einsatz fordert und oft keine geregelten Arbeitszeiten von neun bis fünf kennt.
Schekker: Die Bandbreite an Kultureinrichtungen ist äußerst vielfältig. Welche Einsatzorte sind für die Teilnehmenden denkbar?
Maedler: Die Streuung ist da sehr breit, von A wie Amtsstube bis Z wie Zirkus. Der Jugendliche kann im Bewerbungsbogen seine Interessen und sein gewünschtes Tätigkeitsfeld angeben und so das Jahr nach seinen Vorstellungen gestalten. Anschließend werden ihm Plätze zum Beispiel bei Kulturbüros, Theatern, Musikschulen und Museen vorgeschlagen.
Schekker: Das Freiwillige Jahr im Bereich Kultur steht unter dem Motto „Ganz nah dran“ – statt Theorie ist praxisnahes Arbeiten angesagt. Was kann der Freiwillige im Kleinen in den kulturellen Einrichtungen bewirken?
Maedler: Jeder Freiwillige soll ein eigenverantwortliches Projekt durchführen. Das kann etwas Kleines sein, aber auch etwas sehr Arbeitsaufwändiges. Ein Freiwilliger hat am Schauspiel Frankfurt am Main “Leonce und Lena” von Georg Büchner in einer Fassung für Hörgeschädigte herausgebracht. Die Resonanz auf das Stück war sehr positiv und hatte den Effekt, dass diese Aufführung dauerhaft in den Programmplan des Schauspiels Frankfurt übernommen wurde. Das ist ein schönes Beispiel von vielen, wo das Schaffen der Freiwilligen über das ein Jahr hinaus wirkt.
Schekker: Potentielle Bewerber müssen zwischen 16 und 26 Jahren alt sein. Welche Eigenschaften sollte ein Bewerber darüber hinaus mitbringen?
Maedler: Motivation ist das A und O. Die Jugendlichen müssen Lust haben, sich auf den Kulturbetrieb einzulassen, sich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Außerdem ist es wichtig, offen auf Menschen zuzugehen. Nur so kann man zum Beispiel Kindern und Jugendlichen in der Theater-und Museumspädagogik Kunst nahe bringen und Lust auf mehr machen.
Schekker: Wozu brauchen wir denn ein FSJ Kultur überhaupt?
Maedler: Es gibt nach dem Schulabschluss und vor dem Studium nur sehr wenige Möglichkeiten, sich im kulturellen Bereich intensiver auszuprobieren. Zudem kann ich als Freiwilliger den gesamten Werdensprozess von Kunst und Kultur kennen lernen und hinter die Kulissen, zum Beispiel eines Theaters, schauen.
Schekker: Aktuell bewerben sich oft sieben Jugendliche auf einen Platz – wird die neue Regierung den Ausbau des FSJ Kultur fördern?
Maedler: Das FSJ Kultur hat es geschafft, Eingang in die Koalitionsvereinbarung der neuen Regierung zu finden. Es hat uns sehr gefreut, dass die Koalition sich dafür ausgesprochen hat, die Plätze im FSJ Kultur auszuweiten. Dennoch fehlen bisher konkrete Zusagen der Regierung. Die Nachfrage von Jugendlichen wie auch von Einsatzstellen ist da – so ist es unverzichtbar, dass die Gesellschaft junges Engagement in der Kultur unterstützt.

Schekker: Das Freiwillige Jahr im Bereich Kultur steht unter dem Motto „Ganz nah dran“ – statt Theorie ist praxisnahes Arbeiten angesagt.