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Задания
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Задание 2 № 58

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Als Herr Messner jeden von 14 Achttausendern dieser Erde bestieg, war es ihm wichtig, …

 

1) eine Wette zu gewinnen.

2) mehr über sein Team zu erfahren.

3) seine Möglichkeiten zu prüfen.

По­яс­не­ние.

Рас­шиф­ров­ка за­пи­си
GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?
Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.
GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?
Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.
GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.
Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.
GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?
Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.
GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?
Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.
GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?
Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

3 — Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht.