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Задание 5 № 162

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Die meisten Bücher liest der Autor ...

 

1) während der Arbeitszeit.

2) wenn seine Frau ihn darum bittet.

3) wenn er im Urlaub ist.

Пояснение.

Расшифровка записи
Reporter: Herr Schilling, Sie sind nicht nur ein I lobby-Dichter und Schriftsteller, sondern auch ein sehr belesener Mensch. Sie halten regelmäßig Leseabende im Bürgerhaus. Wo liegen die Quellen dieser Leidenschaft?
Herr Schilling: Ich war 12-13 Jahre alt, da hatte ich schon eine riesige Leselust. Ich las in der Regel zu dieser Zeit jede Woche ein dickes Buch. Mein Vater übernahm später die Leitung der Pfarr- Bibliothek. Nun war die Fundgrube direkt zugänglich für mich. Nun las ich mehrere Bücher die Woche. Ich verschlang sie förmlich eins nach dem anderen. Ich las alles, was in dieser Bücherei steckte.
Reporter: Und was gab es in der Pfarr-Bibliothek?
Herr Schilling: In der damaligen Zeit waren es Romane, Märchenbücher, Krimis, Naturbeschreibungen, Abenteuergeschichten, Tiergeschichten, Indianerbücher, und natürlich viele Bände von Karl May. Ich las 60 davon. Nur Winnetou 3 habe ich nicht gelesen. Das war mir zu traurig. In der Biichcrei stand kaum ein Buch, das ich nicht gelesen hatte.
Reporter: Was lesen Sie heute am liebsten?
Herr Schilling: Heute lese ich am liebsten Liebesromane. Auch Romane mit Gegenwartsproblemen. Krimis und harte Sachen stehen immer weniger auf meiner Liste. Ich habe verschiedene Bändchen mit Gedichten, auch aus der Gegenwart, obwohl ich mit den «zerpflückten» Wort-Satzgedichten nicht viel anfangen kann. Ich meine, auch Gedichte sollten einen guten Stil haben, und eine verständliche Sprache sprechen, und nicht Rätsel anbieten, dann nehme ich eine andere Literaturalt.
Reporter: Was halten Sie von dem neuen Trend, von den Hörbüchern?
Herr Schilling: Hörbücher sind eine hervorragende Möglichkeit, in aller Ruhe gemütlich auf der Couch oder im Wohnmobil sich der Literatur hinzugeben. Meine Frau, die infolge eines Schlaganfallcs nicht mehr so gut lesen konnte, weil es sie so anstrengte, hatte großen Gefallen daran. Sie spielte die Hör- Bücher auch mehrmals ab.
Reporter: Lesen Sie heute genau soviel wie in der Kindheit und Jugend?
Herr Schilling: Die Lesewut habe ich auch heute noch - aber eigentlich mehr in der Urlaubszeit. Mein Wohnwagen hat immer reichlich Vorrat an Lesestoff. Es gibt dann Tage, an denen ich ein Buch lese. Fünf bis dreißig Bücher sind keine Seltenheit im Urlaub. In der Zeit, wenn ich keinen Urlaub mache, habe ich nicht die Muße und Ruhe zu lesen. Richtige Lieblingsbücher, die ich mehrmals gelesen habe, gibt es nur zwei. Ein Lieblingsbuch - das ist schon eine Auszeichnung, denn ich lese in der Regel ein Buch nur einmal, weil ich so lesedurstig bin.
Reporter: Und was war Ihr erstes Buch?
Herr Schilling: Mein erstes Buch, das ich bekam und las, waren Gedichte. Gedichte über das Jahr, eingeteilt in die Jahreszeiten. Mein erstes Gedicht, das ich selbst schrieb, war ein Weihnachtsgedicht zur
Krippe, die bei uns zu Hause einen großen Stellenwert in der Advents- und Weihnachtszeit hatte. Ich war damals um die 12 Jahre alt. Leider habe ich es nicht mehr. Seitdem sind schon eigene Gedichtbände erschienen.
Reporter: Was hat bei Ihnen die Lust zum Schreiben geweckt?
Herr Schilling: Kann ich schwer sagen, das kam irgendwie eines Tages von selbst. Der Oberstudiendirektor des Gymnasiums, der mir in der Oberstufe Deutsch beibrachte, kann es sich nicht als sein Verdienst anrechnen, dass ich heute gern schreibe. Sein Einfluss war eher abschreckend. Entsprechend waren die Zensuren. Doch nicht alle Lehrer waren seiner Meinung. Ich erhielt auch gute Zensuren. Auch andere Schüler, die bei ihm schlecht abschnitten, zeigten später bessere Leistungen und entwickelten sogar eine Zuneigung zum Deutschen. Ein paar Mal schrieb ich damals vor dem Abitur — trotz alledem - auch Berichte für Zeitungen!

Herr Schilling: Die Lesewut habe ich auch heute noch — aber eigentlich mehr in der Urlaubszeit.