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Задания
Задание 5 № 149

Вы услышите интервью дважды. Выберите правильный ответ 1, 2 или 3.

 

 

Mit welchen Schülern wird Sabine arbeiten?

 

1) Mit Schülern der oberen Stufe.

2) Mit den Mittelschülern.

3) Mit den Fünftklässlern.

Пояснение.

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Geduld sollte man unbedingt mitbringen Der erste Schultag ist auch für Lehrer aufregend. Die Latein- und Geschichtslehrerin Sabine Fischer hat für die ersten Wochen ein ganz konkretes Ziel: sie will schnell alle ihre 200 Schüler mit Namen ansprechen können.
Frau Fischer, wie fühlt sich der Wechsel auf die andere Seite des Pultes an?
Ich habe ja vorher das Referendariat durchlaufen. Da wechselt man noch nicht so ganz die Seiten, weil man weiter das Seminar besucht und geprüft wird. Da ist man Lernender und Lehrender zugleich. Auch als Einsteiger werden wir durch den Schulleiter im Unterricht besucht und bewertet. Wir sind ja zuerst nur auf Probe verbeamtet.
Den Schülern ist das egal. Für die sind Sie die Frau, die vorne steht. Haben Lehrer vor dem ersten Schultag auch Bauchweh?
Bauchweh habe ich überhaupt nicht. Seit ich weiß, welche Klassenstufen ich haben werde, freue ich mich darauf. Aber natürlich wird man an einer neuen Schule mit viel Neuem konfrontiert. Man kommt in ein neues Kollegium. Ich habe jetzt drei Latein- und vier Geschichtsklassen am Goethe- und zwei Lateinklassen am Otto-HahnGymnasium. Das bedeutet, dass ich an die 200 neue Schüler haben werde. Wenn man die Schüler ganz schnell auch mit Namen ansprechen können will, damit sie sich auch angesprochen fühlen, wenn man sie aufruft, hat man viel zu tun. Das ist die größte persönliche Herausforderung, die ich für die ersten Wochen sehe.
Das Fachliche ist kein Thema?
Da fühle ich mich gut vorbereitet. Spannend ist jetzt, wie die Menschen auf mich als neue Person reagieren.
Fängt es mit Fünfern und dem schönen ersten Satz „Paulus saltat“ an?
Nein. Ich habe eine siebte, achte und neunte Klasse. Mit meinen Neunern werde ich im Laufe des Schuljahres Cäsars „De Bello Gallico“ lesen. Allerdings in Auszügen und nicht gleich zu Beginn des Schuljahres.
Was sind für Sie die Grundtugenden einer guten Lehrerin?
Auf jeden Fall sollte eine gute Lehrerin immer fair und gerecht gegenüber allen sein. Das ist ja auch Teil des Diensteides. Man sollte so auftreten, dass die Schüler sich trauen, einem auch Fragen zu stellen. Man darf keine unüberwindbare Hürde aufbauen. Mein Ziel ist es, meinen Unterricht so zu gestalten, dass die Schüler ihm mit Interesse folgen, gleichzeitig aber auch ein Interesse an der Sache über den Unterricht hinaus gewinnen und sich in ihrer Freizeit mit ihr auseinandersetzen.
Latein in der Freizeit? Ist das realistisch?
Man muss ja nicht gleich ans Lateinsprechen denken. Denn das ist natürlich schwierig, weil wir im Unterricht nur vom Lateinischen ins Deutsche übersetzen und nicht umgekehrt. Weitere Schwierigkeiten treten im gesprochenen Latein auf, wenn man lateinische Vokabeln für moderne Begriffe wie beispielsweise E-Mail sucht. Der Vatikan hat Latein als Amtssprache und gibt für solche Begriffe Wörterbücher heraus, so dass eine aktive Unterhaltung möglich ist. Aber es ist wahrscheinlich eine Minderheit, die das macht.
Was hat Ihre Lieblingslehrer ausgezeichnet?
Sie waren fachlich unheimlich qualifiziert. Ich hatte das Gefühl, ich könne sie alles fragen. Sie werden niemals ins Schwimmen geraten. Und sie waren sehr gerecht und hatten keine Lieblinge.
Aber Sie hatten Lieblingslehrer – womöglich die Lateinlehrerin?
Auf jeden Fall. Aber meine Lateinlehrerin stand nicht auf Platz eins. Dort stand der Mathelehrer. Latein habe ich aus Liebe zur Alten Geschichte studiert. Um die Antike zu verstehen, sind die alten Sprachen unheimlich wichtig. Vor dem Referendariat habe ich fünf Jahre wissenschaftlich am Lehrstuhl für Alte Geschichte gearbeitet.
Können Sie sich bei so viel Leidenschaft für die lateinische Sprache noch in einen Schüler hineinversetzen, der wie der Ochs vorm Berg vor den lateinischen Sätzen sitzt?
Ich hatte in meinem ersten Jahr in der Schule überhaupt nicht den Eindruck, dass sich jemand völlig überfordert fühlt oder sich verweigert.
Sind Sie ein geduldiger Mensch?
Das ist eine Eigenschaft, die man als Lehrer unbedingt mitbringen sollte. Geduld ist sehr wichtig. Die Erfahrung trägt weiter dazu bei, dass man auch in Situationen, in denen die Schüler mehr Zeit als geplant brauchen, innerlich gelassener wird.

Mit den Mittelschülern. — Ich habe eine siebte, achte und neunte Klasse.

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