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Задания
Задание 4 № 117

Вы услышите интервью дважды. Выберите правильный ответ 1, 2 или 3.

 

 

Wie lange man ein Smartphone nutzt, ist … für die Feststellung, dass man süchtig ist.

 

1) das beste Kriterium

2) ein zweifelhaftes Kriterium

3) das einzige Kriterium

Пояснение.

Расшифровка записи
Reporter: Guten Abend, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer! Die letzte
„Onlinestudie“ von ARD hat ergeben, dass wir im Durchschnitt drei Stunden
täglich an unseren Smartphones hängen. Ich habe heute im Studio Dr. Bernd
Sobottka zu Gast, der sich mit dem Thema befasst. Herr Dr. Sobottka, werden die
Telefone langsam zum Problem?
Bernd Sobottka: Ich würde die Smartphones eher als nützlich und nicht als
problematisch bezeichnen. Bedenklich kann es jedoch sein, wenn Smartphones so
häufig genutzt werden, dass die reale Kommunikation in den Hintergrund rückt.
Manche verlieren sich stundenlang beim Gaming, andere beim Chatten. Das
geschieht vor allem dann, wenn das Smartphone der Hauptinternetzugang ist.
Reporter: Aus welchen Gründen hängen die Betroffenen an ihren Smartphones?
Sobottka: Häufig besteht ein Bedürfnis nach sozialer Zugehörigkeit. Wer nach
und nach in Foren und Chatrooms Kontakte knüpft, kommt schnell auf massive
Chatzeiten, um die aktuellen Geschehnisse zu verfolgen. Wenn sie das nicht tun,
glauben sie, sie würden etwas verpassen oder könnten nicht mithalten.
Reporter: Welche Personen sind dabei vor allem betroffen?
Sobottka: Bei Spielen sind es zu 90 Prozent junge Männer. Junge Frauen
verbringen dabei mehr Zeit beim Chatten. In unserer Klinik haben wir bislang nur
wenige Fälle, die ausschließlich mit den Smartphones Probleme haben. In den
Beratungsstellen kann das auch anders aussehen. Den Prognosen zufolge kommt
bald eine größere Patientengruppe auf uns zu.
Reporter: Wie lange muss ich mich mit meinem Smartphone beschäftigen, bis
man mich als süchtig bezeichnen würde?
Sobottka: Da gibt es keine einheitlichen Kriterien. Ein pathologisches Verhalten
lässt sich nicht immer allein an der Nutzungsdauer messen. In Deutschland nutzen
Jugendliche ihre Smartphones oder andere Internetzugänge mehrere Stunden am
Tag. In Skandinavien und manchen asiatischen Ländern liegen die Zeiten deutlich
höher. Deswegen sollte man eher darauf achten, was für langfristige Konsequenzen
eine hohe Nutzungsdauer haben kann. Wir behandeln Menschen, die
durchschnittlich etwa zehn Stunden am Tag online sind und dabei wegen des
Spielens oder Chattens die Schule, die Arbeit oder den Kontakt zu Familie und
Freunden vernachlässigen. Es kommt beispielsweise zur Veränderung des Schlaf-
Rhythmus, falscher Ernährung oder fehlender Körperhygiene. In diesen Fällen
kann man von einer Krankheit sprechen.
Reporter: Wie kann man Betroffenen helfen?
Sobottka: Die Verwandten sollten sich zunächst mit den Betroffenen
auseinandersetzen. Verbote nützen in der Regel überhaupt nichts. Denn
Möglichkeiten, online zu sein, gibt es immer. Am besten ist es, gemeinsam eine
Lösung zu finden. Dabei können zum Beispiel Schullehrer und Psychologen
helfen, die sich mit Medien auskennen. Für die Betroffenen geht es darum, sich
nicht dem Gerät zu unterwerfen. So könnte man zum Beispiel Nachrichtensignale
deaktivieren, um nicht so häufig das Telefon in die Hand zu nehmen.
Reporter: Was halten Sie von einer App, die gegen Smartphone-Sucht helfen soll?
Sobottka: Diese App ermöglicht, das eigene Nutzungsverhalten zu kontrollieren.
Sie erfasst die Zeit und bietet Alarmsignale und Sperren bei übermäßiger Nutzung
an. Sie kann zwar helfen, das funktioniert aber nur bei Menschen, die ihr Verhalten
ohnehin schon analysieren können. Süchtige Personen können sich für eine
selbstständige Regulierung jedoch nicht mehr entscheiden. Eine Arznei ist sie also
sicherlich nicht.
Reporter: Herr Sobottka, ich danke Ihnen für das Gespräch.

Wie lange man ein Smartphone nutzt, ist ein zweifelhaftes Kriterium für die Feststellung, dass man süchtig ist. — Wie lange muss ich mich mit meinem Smartphone beschäftigen, bis man mich als süchtig bezeichnen würde? Sobottka: Da gibt es keine einheitlichen Kriterien.

 

Правильный ответ указан под номером 2.

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